DFB-Pokal wetten in der Schweiz: Zwei Veranstalter, eine geschlossene Liste
Stand 29. Oktober 2026, abgeglichen mit den Bewilligungs- und Aufsichtsangaben der Gespa sowie den veröffentlichten Spielregeln und Teilnahmebedingungen von Swisslos und Loterie Romande.

Wer auf den DFB-Pokal setzen will, stösst in der Schweiz auf eine Besonderheit, die es so in kaum einem anderen Wettmarkt gibt: Es gibt nicht zehn Anbieter zur Auswahl, sondern zwei. Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport dürfen Fussballwetten veranstalten, jeder in seinem Gebiet, und wer im falschen Kanton wohnt, bekommt beim einen oder beim anderen schlicht kein Konto. Was sonst noch auftaucht, wenn man nach Pokalquoten sucht, trägt keine Schweizer Bewilligung und steht im Zweifel auf der Sperrliste. Das ist die Ausgangslage für jeden Vergleich.
Der deutsche Pokal bleibt trotzdem ein attraktives Wettobjekt. K.-o.-Spiele sind eng, die Quoten sind es auch, und die Runden bringen Konstellationen, die es in der Liga nicht gibt. Nur ist in der Schweiz jede einzelne dieser Wetten an dieselbe Frage geknüpft: Bei wem kann ich sie überhaupt platzieren, und was passiert mit meinem Geld, wenn etwas schiefgeht? Hier werden die beiden bewilligten Veranstalter vorgestellt und die acht ausländischen Marken, die Schweizer Spielende in Suchresultaten antreffen. Bewertet wird nach Bewilligung, Einsatzlimiten und Auszahlung auf das eigene Konto — nicht nach Werbeversprechen.
Der Vergleich: zehn Anbieter, zwei Bewilligungen, dieselbe Rechnung
| Anbieter | Schweizer Bewilligung | Veranstalter bzw. gemeldete Lizenz |
|---|---|---|
| Swisslos Sporttip | Veranstalter- und Spielbewilligung für ein Grossspiel (BGS, SR 935.51), Aufsicht Gespa | SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel |
| Loterie Romande Jouez Sport | Veranstalter- und Spielbewilligung für ein Grossspiel (BGS, SR 935.51), Aufsicht Gespa | Loterie Romande, Société de la Loterie de la Suisse Romande |
| BC.Game | keine Schweizer Bewilligung | gemeldete Lizenz: nicht erstellt, ohne Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| 22Bet | keine Schweizer Bewilligung | gemeldete Lizenz: nicht erstellt, ohne Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| BetOnRed | keine Schweizer Bewilligung | gemeldete Lizenz: nicht erstellt, ohne Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| 20Bet | keine Schweizer Bewilligung | gemeldete Lizenz: nicht erstellt, ohne Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| DirectionBet | keine Schweizer Bewilligung | gemeldete Lizenz: nicht erstellt, ohne Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| BassBet | keine Schweizer Bewilligung | gemeldete Lizenz: nicht erstellt, ohne Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| N1 Bet | keine Schweizer Bewilligung | gemeldete Lizenz: nicht erstellt, ohne Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| Gamdom | keine Schweizer Bewilligung | gemeldete Lizenz: nicht erstellt, ohne Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
Die Spalte mit der gemeldeten Lizenz sieht auf den ersten Blick dünn aus, und sie ist es auch. Genau das ist die Information. Die acht ausländischen Marken führen keine Aufsicht, die in der Schweiz etwas bedeutet, und ihr Domizil ändert daran nichts; die Nummer der Aufsichtsbehörde reguliert niemanden, der in der Schweiz eine Wette annimmt. Was in der Tabelle nirgends steht und auch nicht hineingehört: die Zulässigkeit der Wette. Wer bei einem Anbieter ohne Bewilligung spielt, ist nicht strafbar — die Strafbarkeit trifft den Veranstalter nach Art. 130 BGS —, aber es gibt kein Sperrregister, an das der Anbieter angeschlossen wäre, keine Schweizer Aufsicht, bei der man sich beschweren könnte, und im Verfahren gegen den Anbieter können Einsatz und Gewinn eingezogen werden. Wie diese Kette genau funktioniert, steht im Abschnitt zur Rechtslage, wo auch die Rechtsgrundlage für die beiden Bewilligungen steht.
Grundlagen: Was eine Pokalwette in der Schweiz ist und was eine Quote nicht verrät
Ein Fussballspiel im Pokal sieht aus wie ein Spiel in der Liga, und beim Setzen ist es das auch: entweder die Heimmannschaft, das Unentschieden oder die Auswärtsmannschaft, dazu Torwetten und Weiterkommen. Nur steckt in jedem dieser Angebote ein Preis, der selten genannt wird.

Nimmt man ein illustratives Zwei-Weg-Angebot mit Quoten von je 1.90, so sagt die Rechnung: Der Anteil, der an die Wettenden zurückfliesst, liegt zwischen 97 und 98 Prozent, und der Rest bleibt beim Veranstalter. Umgekehrt gerechnet ist das eine Marge von ungefähr 2 bis 3 Rappen pro Franken Einsatz. Die Bedingung ist immer dieselbe: beide Seiten gleich teuer, ein Markt ohne Favoriten. Steht eine Mannschaft deutlich vorne, rutscht das Verhältnis der beiden Quoten auseinander, und der Veranstalter hält mehr — wie viel, hängt davon ab, wie schief das Buch steht. Der Korridor hat also einen unteren Rand und keinen oberen. Bei einem engen Pokalspiel mit ausgeglichenem Buch bleibt er schmal, bei einer Partie eines Zweitligisten gegen einen Bundesligisten nicht.
Die Klammer ist hier der Verlust, den ein Konto nach einer ganzen Pokalrunde trägt. Bei rund zwei bis drei Prozent pro Wette frisst sich der Einsatz in engem Ausgleich langsam, aber systematisch auf, und in einer Saison mit Nachholspielen und Livewetten kommt ein Vielfaches dieser Runde zusammen. Wer eine Münze auf die Ecke dreht, kann eine Wette zum Einsastz überstehen; über einen Winter hinweg entscheidet nicht der eine Treffer, sondern dieser Prozentsatz. Genau hier liegt der Grund, weshalb die Werbung für Quotenboosts so viel wirkungsvoller ist als die Werbung für eine Wette.
Die zweite Rechnung, die der Markt selten zeigt, gehört zum Gewinn. Bei Sporttip ergibt sich der Gewinnbetrag aus dem Einsatz mal der Quote, bei Kombinationen aus dem Einsatz mal der Gesamtquote, die das Produkt der Einzelquoten ist. Ausgezahlt wird das Ergebnis nicht auf den Rappen genau, sondern zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf fünf Rappen abgerundet. Fünf Rappen klingen nach einem Buchhaltungsdetail. Bei tausend Wetten mit je zwei Franken sind sie der Betrag einer weiteren Wette, den der Kunde nicht bekommt.
Wichtig für die Einordnung des Pokals: Die reguläre Spielzeit umfasst bei Sporttip die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit, Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Wer den Sieger einer Partie tippt, tippt also in aller Regel das Spiel über 90 Minuten plus Nachspielzeit, nicht den, der am Ende aufsteigt. Wer den Weiterkommenden treffen will, braucht den entsprechenden Markt.
Rechtslage: Zwei Bewilligungen, eine geschlossene Liste und eine Sperrliste für alles andere
Online-Sportwetten sind in der Schweiz ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51, in Kraft seit 1. Januar 2019, Art. 3 lit. c und e) und stehen unter der Aufsicht der Gespa, der Interkantonalen Geldspielaufsicht in Bern. Nicht unter der Aufsicht der ESBK — die prüft Casinos, und wer Sportwetten bei ihr sucht, sucht an der falschen Stelle. Eine Bewilligung braucht zwei Teile, die Veranstalterbewilligung und die Spielbewilligung (Art. 21–25 BGS), und sie gilt nur in der Schweiz (Art. 4 BGS).

Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt. Swisslos mit dem Produkt Sporttip hat ihren Sitz in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020). Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Eine dritte Bewilligung existiert nicht, und es gibt auch keine Liste weiterer konzessionierter Buchmacher, weil es keine gibt; die Gespa veröffentlicht nur die Sperrliste der blockierten ausländischen Domains. Der Reinertrag geht an gemeinnützige Zwecke in den Kantonen (Art. 125 BGS).
Was gewettet werden darf, ist ebenfalls eine Liste und keine offene Wiese. Zulässig sind nur Sportereignisse; Wetten auf Wetter, Politik oder Fernsehsendungen fallen weg. Massgeblich ist die Gespa-Liste der bewilligten Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten (Version 10.09.2026, Art. 25 BGS, Art. 29 VGS). Qualifikationsrunden stehen nur darauf, wenn sie aufgeführt sind, Frauenwettbewerbe ebenso, Ranglistenwetten nur, wenn die Rangierung über die Teilnahme an einem internationalen Wettkampf oder über das Podest entscheidet, und Wetten auf Trainingsläufe sind ausgeschlossen. Eckball- und Kartenmärkte finden sich nicht auf der Liste, und einen Esport-Abschnitt hat sie nicht. Ereignisse, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind gesperrt (Art. 25 Abs. 2 BGS). Livewetten sind erlaubt, vor dem Spiel und während des Spiels, soweit der Veranstalter eine entsprechende Entscheidung besitzt; eine gesetzliche Beschränkung auf bestimmte Live-Märkte kennt das BGS nicht. Cash-Out ist gesetzlich nicht geregelt und bleibt eine Funktion des jeweiligen Veranstalters.
Wer auf dem Gebiet der Swisslos wohnt, kann ein Konto eröffnen; die Spielregeln nennen das Vertragsgebiet, und es umfasst die Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie den Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein. Für die Westschweizer Kantone ist die Loterie Romande zuständig. Die Registrierung verlangt mindestens 18 Jahre und Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im jeweiligen Gebiet, eine bestehende Spielsperre schliesst aus, und pro Person ist nur eine Registrierung möglich; die Ausweisdaten werden aus dem hochgeladenen Dokument ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft.
Ein ausländisches Angebot, und sei es mit Bewilligung aus Curaçao, Malta oder Deutschland, hat in der Schweiz keine Wirkung. Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung zu veranstalten ist eine Straftat — bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahre (Art. 130 BGS). Bestraft wird der Veranstalter, nicht der Spielende. Der Preis dafür liegt beim Kunden: kein Anschluss an das Sperrregister, keine Schweizer Beschwerdemöglichkeit, und in einem Verfahren gegen den Anbieter können Einsätze und Gewinne eingezogen werden. Die Gespa führt dazu eine Sperrliste, deren erste Fassung am 3. September 2019 erschien und die Ende 2025 671 Domains umfasste; Schweizer Telekom-Anbieter blockieren diese Domains per DNS. Blockierte Adressen werden innerhalb von Stunden ersetzt — die Gespa nennt dieses Domain-Hopping und führt dabei Interwetten und Bet-at-Home an; auch bet365 steht auf der Liste. Eine blockierte Domain ist also kein Dauerzustand, und die Blockade sagt nichts über die Seriosität der Marke, sondern nur über ihre Schweizer Zulässigkeit.
Steuern gehören in dieselbe Kategorie: eine Frage der Rechtslage und keine des Glücks. Gewinne aus Schweizer Grossspielen, zu denen die ESTV die Sportwetten zählt, sind einkommenssteuerfrei bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn und werden erst darüber besteuert. Der Bundesfreibetrag liegt ab dem 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000 (2025: CHF 1’070’400), der kantonale Freibetrag weicht ab, also je nach Kanton. Oberhalb der Schwelle behält der Veranstalter 35 Prozent Verrechnungssteuer ein, die man über die Steuererklärung zurückholt. Ein typischer Wetter bleibt weit darunter und zahlt weder Einkommenssteuer noch Verrechnungssteuer auf den Gewinn. Gewinne bei ausländischen Anbietern unterliegen nicht der Verrechnungssteuer, aber die kantonale Praxis etwa im Thurgau behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen als voll steuerbares Einkommen, unabhängig von der Höhe. Eine Schweizer Wettsteuer auf den Einsatz gibt es nicht. Für den eigenen Fall hilft der Steuerberater oder die kantonale Steuerverwaltung.
Werbung ist der letzte Punkt, an dem die Regel den Leser direkt betrifft. Werbung darf nicht aufdringlich oder irreführend sein und sich nicht an Minderjährige oder gesperrte Personen richten (Art. 74 BGS). Werbung für ein Geldspiel, das in der Schweiz nicht erlaubt ist, ist verboten (Art. 74 Abs. 3 BGS) und wird mit einer Busse bis CHF 500’000 geahndet (Art. 131 BGS). Deshalb beschreibt dieser Vergleich ausländische Marken und bewertet sie, und er lädt niemanden ein, dort zu spielen. Gratisspiele oder Gratisguthaben brauchen die vorgängige Zustimmung der Gespa (Art. 75 Abs. 2 BGS; 2025 erteilte sie 24 Zustimmungen an die Loterie Romande und 8 an Swisslos), und Beträge und Bedingungen ergeben sich nur aus den Bedingungen des jeweiligen Veranstalters. Eine Sperrstunde für Werbung gibt es nicht — dafür eine, die beim Konto greift.
Spielerschutz: Die Limite, die man selbst wählt, und die Sperre, die man nicht zurücknehmen kann
Wer zum ersten Mal bei Sporttip mitspielen will, muss vor der Teilnahme Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen; die Oberlimite beträgt CHF 9’999, für Personen unter 21 Jahren CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Dazu kommt die Möglichkeit einer freiwilligen Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage. Das ist die wichtigste Zahl auf dieser Seite, weil sie über den ganzen Abend entscheidet. Wer die Limite am Pokalabend zu hoch ansetzt, merkt das nicht im Moment, sondern am nächsten Morgen, und ändern lässt sie sich dann nicht schneller als nach 72 Stunden. Die Reihenfolge ist also nicht gleichgültig: erst überlegen, dann setzen.
Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Gesetzlich steht dahinter die Spielsperre nach Art. 80–82 BGS, die überschuldete oder spielsuchtgefährdete Personen und die Selbstsperre erfasst; aufgehoben wird eine freiwillige Sperre erst nach drei Monaten (Art. 84 VGS), und eine Fachstelle ist daran beteiligt (Art. 81 BGS). Eine selbst gewählte Pause von bis zu sechs Monaten muss angeboten werden (Art. 89 VGS). Gesperrte oder minderjährige Personen haben keinen Anspruch auf Einsatz oder Gewinn (Art. 45 BGS).
Dass die Vorgaben für Sportwetten ab 18 Jahren gelten, ist die eine Seite. Die Praxis ist die andere. Die Testkäufe der Gespa aus dem Jahr 2025 ergaben, dass an Verkaufsstellen in 47.5 Prozent von 200 Fällen eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft wurde. Wer daraus schliesst, die Kontrollen in der Schweiz seien wasserdicht, schliesst falsch. Für Online-Konten greift die Ausweisprüfung, an der Verkaufsstelle offenbar oft nicht.
Und die Limiten der Veranstalter selbst sind Vertragsbedingungen, die sich ändern können. Bei Sporttip liegt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten bei CHF 1, der Höchsteinsatz bei CHF 1’000 für eine Einzel- oder Kombinationswette und bei CHF 10’000 für eine Systemwette. Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen anpassen, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen — nicht gekürzt, sondern abgelehnt. Bei Jouez Sport liegt der Mindesteinsatz online bei CHF 2, in Verkaufsstellen bei CHF 3, für Multiples bei CHF 2, der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten bei CHF 500. Ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten.
Ein Hinweis zum Vergleich, weil er regelmässig falsch erzählt wird: Die Limiten bei Sporttip hängen am Spielerschutz, nicht an einem gesetzlich festgelegten Depotdeckel. Die Schweiz kennt keinen solchen gesetzlichen Deckel. Die Limiten setzt der Spielende; der Veranstalter muss nur verlangen, dass überhaupt Höchstwerte für Tag, Woche oder Monat definiert werden (Art. 87 VGS). Gesetzlich gilt eine Erhöhung nach 24 Stunden, Swisslos und die Loterie Romande wenden in ihren Bedingungen 72 Stunden an. Auch die Auszahlung ist an eine Bedingung geknüpft: Gewinne und Guthaben gehen nur auf ein Zahlungskonto, das auf den Namen des Kontoinhabers lautet (Art. 50 Abs. 2 VGS). Anonyme Auszahlungen oder Krypto-Auszahlungen gibt es im bewilligten Schweizer Angebot nicht, und Kredit an Spielende ist verboten (Art. 75 Abs. 1 BGS).
Prognose und Strategie: Warum eine Pokalpartie schwerer zu lesen ist als ein Ligaspiel
Ein Tipp zum Pokal ist eine begründete Erwartung und keine Zusage. Das ist keine Floskel, sondern der Grund, weshalb K.-o.-Spiele anders aussehen als der Ligabetrieb. Vier Dinge bestimmen eine Prognose: die Form einer Mannschaft, die Aufstellung und Rotation, der Gegner mit seinem eigenen Anspruch und die Quote selbst, in der all das schon eingepreist ist. Bei einem Bundesligisten, der drei Tage später wieder in der Liga spielt, ist die Aufstellung die halbe Prognose. Bei einem Zweitligisten, der einen Heimauftritt hat, ist es die Atmosphäre. Und wer die Rotation falsch schätzt, schätzt das Spiel falsch, während der Markt darauf längst reagiert hat.
Wichtiger als das Tippen ist deshalb, was ein Tipp wert ist. Eine Value-Wette ist keine Wette, die sicher aufgeht, sondern eine, bei der die eigene Einschätzung der Wahrscheinlichkeit über der liegt, die in der Quote steckt. Bei einheitlich tiefen Quoten ist diese Lücke schwer zu finden. Und wer sie zu oft sucht, findet sie irgendwann in seinem Wunsch. Genau hier liegt das eigentliche Problem des Pokals: In einem Einzelspiel gibt es keine Regression zur Mitte, die einen Fehler ausgleicht. Ein Patzer in der 88. Minute ist das Ergebnis, und der nächste Versuch ist eine andere Runde.
Man kann das klein rechnen und trotzdem ernst bleiben. Wer einen festen Anteil des Monatsbudgets pro Pokalrunde setzt statt eines Betrags, der vom Ergebnis der Vorwoche abhängt, merkt nach zwei Runden, was der Einsatzplan trägt. Beim Sporttip-Kombiboost geht die Rechnung noch weiter weg von der Prognose: Er gilt nur online, für Prematch-, Live- und Systemwetten, verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50 und erhöht den Nettogewinn um 5 Prozent bei vier, 20 Prozent bei sieben, 40 Prozent bei zehn und 100 Prozent bei fünfzehn solchen Voraussagen; Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert. Die Stufen sehen verlockend aus — aber jede zusätzliche Voraussage verkleinert die Chance, überhaupt in den Genuss der Erhöhung zu kommen. Der Boost zahlt auf einen Gewinn, der deshalb seltener eintritt.
Das gilt für Quotenboosts und Profitboosts genauso: Sie gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage, sind pro Wettenden nur einmal nutzbar, in Einsatz und Erhöhung limitiert, und bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Ein Vorteil, der verschwindet, sobald man die Wette nicht vollständig durchlaufen lässt, ist ein anderer Vorteil als der, für den er ausgegeben wird.
Wettarten und Quoten: Was eine Quote nicht sagt, steht in der Abrechnung
Der Markt selbst ist überschaubarer, als die Zahl der Bezeichnungen vermuten lässt. Die Einzelwette setzt auf eine Voraussage. Die Kombiwette verbindet zwei bis zehn Voraussagen zu einer Gesamtquote, die das Produkt der Einzelquoten ist. Die Systemwette stellt daraus eine Mehrzahl von Kombinationen zusammen, die sich unterschiedlich überlappen. Für die Kombiwette ist das der entscheidende Satz, weil an ihm hängt, was aus einem einzelnen Fehler wird: Bei einer Einzelwette kostet der Fehler den Einsatz dieser einen Wette, bei einer Kombiwette mit fünf Spielen kostet er den ganzen Schein.
Jouez Sport setzt der Kombination zusätzlich Rahmen: Der Höchstgewinn beträgt CHF 300’000 pro Einzel- oder Kombiwette und für alle Gewinne eines Multiples zusammen CHF 1’000’000; eine Kombiwette umfasst 2 bis 10 Voraussagen, und die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen. Diese Bedingungen erklären sich aus der Sache: Eine Kombination aus fünfzehn Aussenseitern ergibt eine Traumquote und einen Gewinn, den niemand auszahlen kann. Bei Swisslos und der Loterie Romande sind die Mehrfachwetten deshalb gedeckelt, und ein Spieler, der den Deckel nicht kennt, rechnet mit einer Zahl, die es nicht gibt.
Für den Pokal kommen Wetten hinzu, die es in einer Liga so nicht gibt. Das Weiterkommen ist eine eigene Wette, der Pokalsieger eine Langzeitwette, und wer den Sieger einer Partie tippt, tippt die regulär gezählte Spielzeit. Dieses Feld ist die häufigste Fehlerquelle im Pokal, weil der Tipp auf 90 Minuten und der auf das Weiterkommen auseinandergehen und beide plausibel klingen.
Bei Sporttip lassen sich voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung nur über die Bet-Builder-Funktion kombinieren. Nimmt Swisslos eine solche Kombination irrtümlich ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Ein Kombinationsversuch, der zwei Märkte desselben Spiels verbindet und formal nicht zugelassen ist, kann also im Nachhinein verschwinden — auf die Auswertung warten lohnt sich, statt sie anzunehmen.
Und was passiert, wenn ein Spiel nicht stattfindet? Wird ein Sporttip-Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn — oder im Rahmen eines Turniers — nachgeholt, ist die Wette ungültig: Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationswetten erhält die Voraussage Quote 1.00. Bei einer Kombination mit vier Spielen und einem Ausfall heisst das, die Gesamtquote fällt auf den Stand von drei Spielen zurück, und die Wette bleibt bestehen. Nicht die Wette ist dann das Problem, sondern die Rechnung, die man im Kopf hatte.
Die Livewette ist schliesslich die, in der die Abrechnung am wenigsten mit dem Bildschirm zu tun hat. Bei Sporttip gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird; Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00, und in spielentscheidenden Situationen wie einem Elfmeter, einer Roten Karte oder einem Videoschiedsrichter-Entscheid kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Ein Livewetter, dessen Bildschirm dem Ereignis hinterherhinkt, hat keinen Anspruch auf die Quote der Sekunde, in der er geklickt hat.
Beim Cash-Out verhält es sich ähnlich nüchtern. Bei Sporttip gibt es ihn für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden. Wer verkauft, verkauft billig, und das ist keine Panne, sondern die Funktion.
Sport und Turnier: Wer im Pokal auf wen trifft und wann es ernst wird
Der DFB-Pokal ist ein K.-o.-Wettbewerb der deutschen Vereine: In der ersten Runde treffen Profimannschaften auf unterklassige Gegner, in den folgenden Runden stehen sich die verbleibenden Teams direkt gegenüber, bis das Finale einen Sieger in einem einzigen Spiel entscheidet. Aus Schweizer Sicht ist das ein Wettobjekt, das in der Gespa-Liste der bewilligten Sportarten und Wettkämpfe überhaupt erst auftauchen muss, damit es bespielbar ist. Qualifikationsrunden stehen nur dann auf dieser Liste, wenn sie aufgeführt sind, Frauenwettbewerbe ebenso. Wer sich vor dem Setzen vergewissern will, findet die jeweils aktuelle Liste bei der Gespa — dort steht auch, welche Wettarten zu einem Wettkampf zugelassen sind. Für den Pokal heisst das praktisch: Nicht alles, was in einem ausländischen Wettprogramm unterwegs auftaucht, ist auch in der Schweiz ein zugelassener Markt.
Die Runden strukturieren auch die Strategie. Die ersten Runden bringen klare Favoriten und enge Quoten auf der einen Seite, und die Frage, ob ein unterklassiger Gastgeber überhaupt ein Tor schiesst, ist in anderen Märkten untergebracht als im Ergebnis. Je weiter das Turnier läuft, desto ausgeglichener wird das Buch. Das Finale ist das Spiel mit dem grössten Publikum und der kleinsten Marge, weil das Buch dort am ausgeglichensten gesetzt wird — und mit den meisten Spezialmärkten daneben, die diesen Vorteil wieder zunichtemachen können, wenn man statt auf das Ergebnis auf die Randmärkte setzt.
Praktisch ist der Unterschied zwischen den beiden Veranstaltern für den Pokal überschaubar, weil beide ihre Wetten an dieselbe Anforderung binden. Wer im Vertragsgebiet der Swisslos wohnt, spielt bei Sporttip; wer in der Westschweiz wohnt, bei Jouez Sport. Die Wahl ist also in der Regel keine Wahl. Wer im Grenzgebiet wohnt und beide Angebote prüfen kann, prüft besser die Limiten als die Quoten, weil der Mindesteinsatz bei Jouez Sport online bei CHF 2 liegt und bei Sporttip bei CHF 1, während der Höchsteinsatz der Einzelwette bei Sporttip CHF 1’000 und bei Jouez Sport CHF 500 beträgt.
Die geprüften Veranstalter im Einzelnen
Swisslos Sporttip: Mehr Spielraum bei Einsatz und Boost als beim Wohnsitz
Sporttip ist das Sportwettenprodukt der Swisslos, die ihren Sitz in Basel hat und Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung vom 20. Mai 2019 (IKV 2020) veranstaltet. Die Bewilligung ist ein Grossspiel: Veranstalter- und Spielbewilligung nach dem BGS (SR 935.51), unter der Aufsicht der Gespa. Das Konto ist an das Vertragsgebiet gebunden — die deutschsprachigen Kantone, dazu Tessin und Liechtenstein.
Was das für den Leser bedeutet: Wer in Genf oder Neuenburg wohnt, kommt bei Swisslos nicht durch die Registrierung, und die Quoten, die auf einer Vergleichsseite stehen, sind für ihn ohne Belang. Wo das Vertragsgebiet nachschlagbar ist, steht in den Spielregeln und Teilnahmebedingungen, und wer dort wohnt, findet den Sporttip-Abschnitt meist in der ersten Reihe. Diese Bindung ist die Folge einer förmlichen Bewilligung: Swisslos darf nur in ihrem Gebiet tätig werden. Sie ist damit der Preis und die Garantie derselben Regelung.
Der Mindesteinsatz liegt bei CHF 1 für Einzel- und Kombinationswetten, die Höchstgrenzen bei CHF 1’000 für eine Einzel- oder Kombinationswette und bei CHF 10’000 für eine Systemwette. Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Wer eine Systemwette mit hohem Einsatz plant, sollte den aktuellen Stand vor dem Abschluss prüfen statt sich auf ältere Angaben zu verlassen.
Der Kombiboost gibt 5 Prozent auf den Nettogewinn bei vier Voraussagen mit Quote ab je 1.50, 20 Prozent bei sieben, 40 Prozent bei zehn und 100 Prozent bei fünfzehn. Das ist die Stufe, die in der Werbung als grosse Zahl erscheint, und sie verlangt fünfzehn richtige Voraussagen. Wer rechnet, sieht schnell, dass der Bonus auf einen Gewinn gezahlt wird, der in dieser Höhe fast nie entsteht. Der Boost verändert die Quote nicht — er verändert den Betrag nach einem Treffer.
Cash-Out gibt es für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, ausschliesslich bei Online-Wetten und ausschliesslich vollständig. Ausgezahlt wird der tiefere Barwert, nicht der mögliche Gewinn, und eine Garantie für jeden Markt gibt es nicht. Wer bei Swisslos aufhören will, bevor das Spiel endet, zahlt für diesen Ausweg.
Das ist das umfangreichste Schweizer Angebot: höchste Einsatzgrenzen in der Schweiz, Cash-Out, Boost, Quoten- und Profitboost, alles unter einer Bewilligung. Wer ausserhalb des Vertragsgebiets wohnt, hat davon nichts — und wer im Gebiet wohnt, kommt an den 72 Stunden bis zur Erhöhung der Verlustlimite nicht vorbei.
Loterie Romande Jouez Sport: Verkaufsstellen im Rücken, kleinere Wetten auf dem Konto
Jouez Sport ist das Sportwettenprodukt der Loterie Romande für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Die Loterie Romande nennt als Kontaktadresse Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne, zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende. Die Bewilligung entspricht der von Swisslos: ein Grossspiel mit Veranstalter- und Spielbewilligung nach dem BGS, unter Gespa-Aufsicht.
Die 2’350 Verkaufsstellen sind der Unterschied zum Online-Angebot der anderen Seite. Wer in der Stadt eine Wette vor dem Spiel abgeben will, findet sie meist in der Nähe, und wer online spielt, findet eine Einschränkung: Der Mindesteinsatz liegt online bei CHF 2, in Verkaufsstellen bei CHF 3, für Multiples bei CHF 2. Wer kleine Beträge setzt, zahlt online den halben Weg. Wer dennoch regelmässig an der Verkaufsstelle abschliesst, sollte prüfen, welchen Mindestbetrag er am Fenster aufrundet, ohne es zu bemerken.
Der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten liegt bei CHF 500. Ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten — nicht pro Multiple, sondern über den Schein. Wer mehrere Systeme auf einen Zettel nimmt, stösst schneller an die Grenze, als die einzelne Wette vermuten lässt. Und die Obergrenzen der Auszahlung: CHF 300’000 pro Einzel- oder Kombiwette, CHF 1’000’000 für alle Gewinne eines Multiples zusammen. Eine Kombiwette umfasst 2 bis 10 Voraussagen, die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen.
Interessant ist, wo hier das Kapital liegt: in der Fläche. Für Spielende, die ihre Wetten lieber am Fenster abgeben, ist Jouez Sport das einzige Angebot der Schweiz. Wer online spielt und den französischsprachigen Kantonen angehört, hat eine kleinere Obergrenze und einen höheren Mindesteinsatz als der Nachbar im Osten — dafür die Wahl zwischen Schalter und Bildschirm.
BC.Game: Schweizer Spieler treffen eine Marke ohne Schweizer Aufsicht
Bewilligung: keine Schweizer Bewilligung. Nur Swisslos und die Loterie Romande dürfen in der Schweiz Sportwetten veranstalten; eine gemeldete Lizenz ist nicht erstellt, und sie hat in der Schweiz keine Wirkung (Art. 4 BGS). Kein Anschluss an das Sperrregister, kein Schweizer Rechtsschutz, mögliche DNS-Blockade über die Sperrliste.
Konkret heisst das: kein Anschluss an das Schweizer Sperrregister, keine Schweizer Beschwerdemöglichkeit, kein Schweizer Rechtsschutz. Die Domains können auf die Gespa-Sperrliste gesetzt werden, die Schweizer Telekom-Anbieter per DNS sperren. Die Marke erscheint hier, weil Schweizer Spielende sie in Suchresultaten antreffen, und die Bewertung erfolgt nach denselben Kriterien wie bei den bewilligten Veranstaltern. Ein Verweis auf diese Seite ist keine Empfehlung, sondern eine Einordnung.
Ein Hinweis zum Umgang mit den Zahlen: Über Bewilligung und Aufsichtsstatus hinaus ist zu dieser Marke nichts festgehalten, was sich auf den deutschen Pokal beziehen würde. Wer ein Konto plant, prüft die Bedingungen des Anbieters selbst. Wer es darauf anlegt, sollte sich vorher klarmachen, welche Folgen das Fehlen einer Schweizer Aufsicht hat — und ob ihm ein fehlendes Streitschlichtungsverfahren CHF 1’000 wert ist.
Wer die Nostalgie des eigenen Kontoauszugs sucht, bekommt sie hier ohne jede Absicherung: ein Anbieter, bei dem die Verantwortung vollständig auf der anderen Seite liegt und es niemanden gibt, an den man sich wendet.
22Bet: Ein grosses Programm, das in der Schweiz auf der Sperrliste landen kann
Bewilligung: keine Schweizer Bewilligung. Da keine Schweizer Konzession vorliegt, greift Art. 4 BGS, nach dem ausländische Lizenzen hier rechtlich wirkungslos sind. Ein Anschluss an das Schweizer Sperrregister fehlt ebenso wie ein hiesiger Rechtsschutz; DNS-Sperren sind möglich.
Die Marke gehört zu den Namen, die in Suchresultaten mit Pokalquoten auftauchen. Was auf der Sperrliste steht, ist für Swiss-Provider nicht erreichbar. Wer darauf zugreift, kommt ohne Schweizer Schlichtung aus, denn der Anbieter untersteht keinem Schweizer Verfahren.
Der Rückschluss, der nicht zulässig ist: Eine grosse Marke ist keine zugelassene Marke. Die Bekanntheit einer Adresse sagt nichts über ihre Zulässigkeit in der Schweiz, und sie sagt auch nichts über den Rechtsschutz im Streitfall. Wer den deutschen Pokal bequem von der Schweizer Wohnung aus verfolgen will, findet diesen Komfort bei einem bewilligten Anbieter mit Schweizer Aufsicht; wer den Komfort bei einem blockierten Anbieter sucht, tauscht ihn gegen den Weg, der bei einer Beschwerde offensteht.
Ein nüchterner Schluss aus der Bewilligungslage: Der Anbieter dient als Beispiel dafür, wie schnell eine bekannte Adresse zur gesperrten Domain wird, wenn die Aufsicht entsprechend entscheidet.
BetOnRed: Ein Bewilligungsstatus, der sich nicht in Quoten niederschlägt
Bewilligung: keine Schweizer Bewilligung. Eine ausländische Lizenz ist gemäss Art. 4 BGS in der Schweiz rechtlich wirkungslos. Weder ist das Angebot an das Sperrregister angebunden noch besteht Schweizer Rechtsschutz; eine Sperrung durch DNS-Einträge ist möglich.
Was sich daraus ableiten lässt: In der Schweiz muss jeder Player-Account an eine geprüfte Identität gebunden sein, und die Auszahlung geht nur auf ein Konto auf den Namen des Inhabers. Bei einem Anbieter ohne Bewilligung ist nichts davon vorgeschrieben; er muss es nicht so halten. Wer wissen will, wie dort mit Identität und Auszahlung umgegangen wird, findet die Antwort nicht in einem Vergleich, sondern nur in den Bedingungen des Anbieters selbst.
Bemerkenswert ist, dass eine Adresse mit unauffälligem Namen und üblicher Bewerbung durch dieselbe Lücke fällt wie jede andere ohne Bewilligung. Der Name ist das eine, die Aufsicht das andere, und nur das zweite entscheidet im Streitfall.
Für den Spieler heisst das: Die Entscheidung ist nicht nur die Wahl der Quoten, sondern die Wahl des Weges, auf dem man sein Geld zurückverlangen kann. Bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung ist dieser Weg nicht vorgeschrieben — und damit offen.
20Bet: Wer hier mitspielt, verlagert das Risiko vom Ausgang auf die Durchsetzung
Bewilligung: keine Schweizer Bewilligung. Wie bei allen ausländischen Angeboten hat die Lizenz gemäss Art. 4 BGS hier keine Wirkung. Weder Sperrregister-Anschluss noch Schweizer Rechtsschutz sind gegeben; eine Sperrung per DNS kann jederzeit erfolgen.
Das Risiko verteilt sich hier anders als bei einem bewilligten Veranstalter. Bei Swisslos tragen Limiten und Spielsperre den Verlust, bei einem Anbieter ohne Bewilligung trägt ihn der Spielende allein, weil niemand ihn dazu anhält, eine Limite zu setzen — die Schweizer Pflichten greifen bei ihm nicht. Wer dort spielt, sollte den Betrag, den er einsetzt, so wählen, als gäbe es keine Bremse, denn es gibt keine, die ihm vorgeschrieben ist.
Wer dagegen in der Schweiz bei einem bewilligten Veranstalter spielt, hat eine Verlustlimite, die vor der ersten Teilnahme gesetzt werden muss. Der Unterschied liegt nicht in der Kulanz, sondern darin, wer den Rahmen festlegt.
Damit ist dieser Anbieter die Gegenprobe zur Schweizer Regelung: Er zeigt, was fehlt, wenn eine Aufsicht nicht existiert, und er belegt, dass der gesetzliche Schutz an die Bewilligung gebunden ist.
DirectionBet: Keine Aufsichtsbehörde, an die man sich in der Schweiz wenden kann
Bewilligung: keine Schweizer Bewilligung. Gemäss Art. 4 BGS haben ausländische Lizenzen in der Schweiz keine Wirkung. Kein Anschluss an das Schweizer Sperrregister, kein Schweizer Rechtsschutz, DNS-Blockade über die Sperrliste möglich.
Das Schweizer Regime sieht eine Reihe von Stellen vor, die einem Wettenden zur Verfügung stehen. Die Gespa beaufsichtigt, Swisslos und die Loterie Romande führen eigene Kundendienste und Regelwerke, und bei Gewinnen ab der Freibetragsgrenze nimmt der Veranstalter Steuern ab. Bei einem Anbieter ohne Bewilligung fallen all diese Stellen weg, nicht weil er sie umgeht, sondern weil sie für ihn nicht zuständig sind.
Wer den Anbieter dennoch prüft, sollte die Regeln zur Wettabwicklung vorher lesen. Bei einem abgesagten Spiel hängt die Frage, ob der Einsatz zurückkommt oder in einer Kombination mit Quote 1.00 fortgeführt wird, an den Bedingungen des jeweiligen Anbieters. Die Schweizer Regelung dieser Frage steht in den Teilnahmebedingungen von Swisslos.
Die Marke bleibt für einen Leserkreis interessant, der sich in einem ausländischen Wettprogramm sicherer fühlt als in einem Schweizer. Wer Schweizer Schutz sucht, findet ihn bei einer bewilligten Adresse — und wenn er dort wohnt, ohne Aufwand.
BassBet: Ein ausländisches Konto ist kein Schweizer Konto
Bewilligung: keine Schweizer Bewilligung. Aufgrund von Art. 4 BGS entfalten ausländische Konzessionen in der Schweiz keine Wirkung. Der Anbieter ist nicht ans Sperrregister angebunden und bietet keinen Rechtsschutz; eine Aufnahme in die Sperrliste per DNS-Blockade ist möglich.
Der Unterschied, der sich am stärksten auswirkt, betrifft das Geld. Im bewilligten Schweizer Angebot geht die Auszahlung nur auf ein Zahlungskonto, das auf den Namen des Kontoinhabers lautet (Art. 50 Abs. 2 VGS), und Kredit an Spielende ist verboten (Art. 75 Abs. 1 BGS). Wer bei einem Anbieter ohne Bewilligung spielt, kann sich nicht darauf verlassen, dass dieselben Grundsätze gelten. Zahlungsarten, Auszahlungswege und Fristen ergeben sich ausschliesslich aus dessen eigenen Bedingungen — und wer vorher nicht nachliest, erfährt sie erst, wenn er auszahlen will.
Eine praktische Prüfung vor der Registrierung: Wer angibt, wie lange eine Auszahlung dauert und an welche Konten sie geht, und das schriftlich, gibt darauf eine belastbare Antwort. Wer das nicht tut, hat die wichtigste Frage offengelassen.
Bezogen auf den deutschen Pokal ist die Marke eines von mehreren Angeboten ohne Schweizer Bewilligung. Wer sie aus Neugier prüft, sollte den Bewilligungsstatus als erste Zeile lesen — und nicht als Nebensatz.
N1 Bet: Was ein fehlendes Sperrregister praktisch bedeutet
Bewilligung: keine Schweizer Bewilligung. Gemäss Art. 4 BGS hat eine ausländische Lizenz in der Schweiz keine Wirkung. Kein Anschluss an das Schweizer Sperrregister, kein Rechtsschutz, DNS-Blockade über die Sperrliste möglich.
Die Spielsperre ist der Punkt, an dem sich das am deutlichsten zeigt. In der Schweiz wird eine unbefristete Spielsperre in einem landesweiten Register eingetragen, das auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos und für Liechtenstein gilt. Wer sich sperren lässt, wird bei jedem angeschlossenen Anbieter erkannt. Ein Anbieter ausserhalb des Registers trägt diese Sperre nicht — sie gilt für ihn nicht.
Für einen Spielenden heisst das im Umkehrschluss: Die Sperre, die er sich setzt, schützt ihn nicht überall, sondern nur dort, wo das Register reicht. Wer ein Konto bei einem Anbieter ausserhalb des Registers eröffnet, öffnet die Tür, die er gerade zugemacht hat. Wer sich sperren lassen will, tut es bei den bewilligten Veranstaltern und lässt die übrigen Konten geschlossen.
Der Anbieter ist damit ein Beispiel dafür, dass ein Sicherheitsinstrument dieselbe Bewilligung braucht wie die Wette selbst. Ohne Bewilligung gibt es das Instrument nicht.
Gamdom: Bewertet wie alle anderen, nur ohne Schweizer Bewilligung
Bewilligung: keine Schweizer Bewilligung. Gemäss Art. 4 BGS haben ausländische Lizenzen in der Schweiz keine Wirkung. Kein Anschluss an das Schweizer Sperrregister, kein Schweizer Rechtsschutz, DNS-Blockade über die Sperrliste möglich.
Die Bewertung dieser Marke erfolgt nach denselben Kriterien wie bei den beiden bewilligten Veranstaltern — Bewilligung, Einsatzlimiten, Auszahlung auf das eigene Konto —, und nach genau diesen Kriterien fällt sie durch, bevor ein Programm verglichen wird. Nicht weil sie keine Quoten hätte, sondern weil über Bewilligung und Aufsichtsstatus hinaus nichts festgehalten ist, was den deutschen Pokal betrifft. Wer prüfen will, ob dort Wetten auf den Pokal angeboten werden, klärt das in den Bedingungen des Anbieters selbst.
Interessant ist der Vergleichsmassstab: Ein Anbieter kann ein grosses Wettprogramm führen und trotzdem der schwächste Eintrag in einem Schweizer Vergleich sein. Die Reihenfolge in dieser Liste richtet sich nach der Bewilligung, nicht nach der Fülle des Angebots.
Für den Anbieter bleibt die Feststellung, die für alle acht gilt: Eine ausländische Lizenz schützt nicht vor der Schweizer Sperrliste, und die Aufnahme in diese Liste sagt über die Qualität des Angebots nichts aus — nur über seine Zulässigkeit.
Was die Zahlen zusammen sagen
Die beiden Schweizer Veranstalter unterscheiden sich vor allem an den Rändern: Mindesteinsatz CHF 1 bei Sporttip gegen CHF 2 online bei Jouez Sport, Höchsteinsatz CHF 1’000 gegen CHF 500, Systemwetten bis CHF 10’000 gegen ein Multiple-Limit von CHF 7’500 pro Wettschein. Dazwischen liegen Cash-Out, Kombiboost und Quotenboost — alle drei nur bei Sporttip und alle drei mit Bedingungen, die den Wert kleiner machen als die Zahl im Namen. Die acht ausländischen Marken haben in dieser Aufstellung keinen gemeinsamen Nenner ausser dem einen: keine Schweizer Bewilligung, kein Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg. Wer in der Schweiz auf den Pokal setzen will, wählt zwischen zwei Konten, und die Wahl hängt vom Wohnsitz ab.
Wie viel ein Angebot im Durchschnitt kostet — die Rechnung für das eigene Budget
Für die Frage, was ein Angebot über eine ganze Runde kostet, hilft dieselbe Marge wie oben, jetzt auf den Umsatz bezogen. Bei einer Marge von rund 2 Prozent kostet es statistisch etwa CHF 2 pro CHF 100 Umsatz, bei rund 3 Prozent etwa CHF 3 pro CHF 100 Umsatz. Die Annahme dabei ist, dass nur der Umsatz zählt, nicht das Ergebnis: Wer CHF 500 über eine Pokalrunde umsetzt, verliert bei zwei Prozent Marge im statistischen Mittel rund CHF 10, bei drei Prozent rund CHF 15. Das ist eine Schätzung über viele Wetten und kein Betrag, der bei jedem Einzelnen ankommt. In einer einzelnen Wette ist der Verlust entweder null oder der ganze Einsatz; die Marge zeigt sich erst über die Menge.
Verbindet man das mit dem Kombiboost, wird die Rechnung greifbar. Die kleinste Stufe verlangt vier Voraussagen mit je mindestens 1.50 und gibt 5 Prozent auf den Nettogewinn. Bei einem Gewinn, der nur in einem Teil der Fälle eintritt, und einer Marge, die bei jedem Einsatz anfällt, arbeitet der Boost gegen die Quote und nicht mit ihr. Die fünf Prozent sind echt; sie kommen nur auf einen Gewinn, der durch die vierte Voraussage kleiner wird. Wer den Boost als Grund nimmt, eine vierte Voraussage anzuhängen, hat die Rechnung in der Werbung gelesen und nicht in der Bedingung.
Und die zweite Annahme, die man ehrlich dazuschreiben muss: Diese Zahlen gelten für ein ausgeglichenes Buch. Bei einem klaren Favoriten wird die Marge grösser. Wer die Kosten einer Runde im Kopf behalten will, sollte die Marge in einem ausgeglichenen Markt als unteren Rand verstehen und nicht als festen Satz.
Häufige Fragen zu DFB-Wetten im Schweizer Angebot
Darf man in der Schweiz auf den DFB-Pokal wetten, und bei wem?
Ja, aber nur bei den beiden bewilligten Veranstaltern: Swisslos mit Sporttip für die deutschsprachigen Kantone, das Tessin und Liechtenstein, und die Loterie Romande mit Jouez Sport für die Westschweizer Kantone. Beide brauchen für einen deutschen Pokalwettkampf einen Eintrag in der Gespa-Liste der bewilligten Sportarten und Wettkämpfe.
Wie werden Verlängerung und Elfmeterschiessen bei einer Pokalwette abgerechnet?
Bei Sporttip zählen Verlängerung und Penaltyschiessen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Die reguläre Spielzeit umfasst die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit. Ein Tipp auf den Spielausgang meint also diese 90 Minuten plus Nachspielzeit, nicht den Aufsteiger.
Wie sinnvoll sind Tipps zum Pokalfinale, und warum ist keiner sicher?
Ein Tipp ist eine begründete Erwartung, keine Zusage. Form, Aufstellung, Rotation und die bereits eingepreiste Quote fliessen in eine Prognose ein, und im K.-o.-Spiel gibt es kein zweites Spiel, das einen Fehler ausgleicht. Wer einen Tipp liest, prüft die Begründung — nicht den Ton, in dem er vorgetragen wird.
Wie wird der Gewinn einer Kombiwette aus den Einzelquoten berechnet?
Die Gesamtquote ist das Produkt der Einzelquoten, der Gewinn ergibt sich bei Sporttip aus Einsatz mal Gesamtquote. Ausgezahlt wird auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf fünf Rappen abgerundet. Bei ausländischen Anbietern gelten deren Bedingungen, die von dieser Rechenregel abweichen können.
Was bringt der Kombiboost von Sporttip, und was verlangt er?
Er gilt nur online für Prematch-, Live- und Systemwetten und verlangt mindestens vier Voraussagen mit Quote von je mindestens 1.50. Auf den Nettogewinn gibt es 5 Prozent bei vier, 20 Prozent bei sieben, 40 Prozent bei zehn und 100 Prozent bei fünfzehn solchen Voraussagen; Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert.
Welche Mindest- und Höchsteinsätze gelten bei Sporttip und Jouez Sport?
Bei Sporttip beträgt der Mindesteinsatz CHF 1 und der Höchsteinsatz CHF 1’000 für Einzel- und Kombinationswetten, CHF 10’000 für eine Systemwette. Bei Jouez Sport liegt der Mindesteinsatz online bei CHF 2, in Verkaufsstellen bei CHF 3, für Multiples bei CHF 2, der Höchsteinsatz bei CHF 500.
Fussball – europapokalch.com
Inhalt erstellt vom Team «europapokalch.com»
