Kombiwetten-Bonus im Check: Was der Boost auf den Nettogewinn hergibt

Updated Oktober 2026
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Stand: 29. Oktober 2026. Bewilligungen und Anbieterangaben geprüft gegen die Gespa, die interkantonale Geldspielaufsicht in Bern, sowie gegen die veröffentlichten Bedingungen und Spielregeln der beiden Schweizer Veranstalter.

Ein Turm aus vier Holzklötzen steht auf einem Tisch, der oberste Klotz wird gerade vorsichtig aufgesetzt.
Der Sporttip-Kombiboost erhöht den Nettogewinn bei mindestens vier Voraussagen (Quote je ab 1.50) um 5 %; ab sieben Voraussagen sind es 20 %.

Vier Voraussagen, jede mit einer Quote von mindestens 1.50, und der Kombiboost von Sporttip legt fünf Prozent auf den Nettogewinn. Das klingt nach einem Geschenk für den, der ohnehin mehrere Spiele tippt. Es ist eine Wette auf die eigene Trefferquote, und die Rechnung dahinter ist unangenehm: wer den vollen Boost will, muss fünfzehn Voraussagen richtig haben. Die volle Erhöhung ist keine Belohnung für Mut, sie ist eine Belohnung für ein Kunststück. Wer das einmal ausrechnet, tippt anders.

Einordnung: was die Bewilligung über den Bonus verrät

In der Schweiz darf Sportwetten nur anbieten, wer dafür eine Bewilligung hat. Das ist keine Formalie am Rand, sondern der erste Filter, durch den jeder Blick auf Kombi-Boni gehen muss. Online-Sportwetten sind ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51, in Kraft seit 1. Januar 2019), beaufsichtigt von der Gespa. Nicht von der ESBK – die ist für Casinos zuständig und hat mit Sportwetten nichts zu tun. Wer in einer Anzeige «lizenziert» liest und dabei an eine Casino-Aufsicht denkt, hat schon die falsche Behörde im Kopf.

Ein Sägemehlring zwischen Tribünen aus Holz vor Alpenkulisse, ruhig und menschenleer unter bewölktem Himmel.
Spielguthaben auf dem Swisslos-Wallet kann per Online-Zahlungsmöglichkeit oder Einzahlungsschein gekauft werden (Mindestbetrag CHF 20).

Die Bewilligung ist zweistufig: eine Veranstalterbewilligung und eine Bewilligung pro Spiel. Und sie gilt nur in der Schweiz. Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter für Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt. Zwei. Nicht zwei bekannte, nicht zwei grosse – zwei, und damit ist die Liste zu Ende.

Swisslos betreibt Sporttip, gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019. Der Sitz der Genossenschaft ist Basel. Die Loterie Romande betreibt Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone. Jeder der beiden bedient sein eigenes Gebiet, und ein Online-Spielerkonto bekommt nur, wer dort wohnt. Diese Aufteilung ist der Grund, warum die Frage nach dem «besten» Kombi-Bonus in der Schweiz eine kleinere Frage ist, als die Suchanfrage vermuten lässt: für die meisten Spielenden gibt es genau einen inländischen Anbieter mit Kombi-Boost, nämlich den ihrer Region.

Was für Kombi-Boni daraus folgt, ist einfach, aber unangenehm zu hören. Ein Bonus auf den Gewinn ist nur im Rahmen dessen zulässig, was die Aufsicht erlaubt. Die konkreten Beträge und Bedingungen stehen ausschliesslich in den Bedingungen des jeweiligen Veranstalters – es gibt keine staatlich festgelegte Bonushöhe, keinen gesetzlichen Anspruch und keine Behörde, die einem Veranstalter vorschreibt, einen Kombi-Boost überhaupt anzubieten. Werbung darf nicht aufdringlich oder irreführend sein und sich nicht an Minderjährige oder gesperrte Personen richten. Für Gratisspielguthaben braucht es die vorherige Zustimmung der Gespa; 2025 erteilte sie 24 Zustimmungen an die Loterie Romande und 8 an Swisslos. Eine hohe Zahl ist das nicht.

Anbieter Bewilligungsstatus in der Schweiz Veranstalter oder gemeldete Bewilligung
Swisslos Sporttip Bewilligung für ein Grossspiel (Veranstalter- und Spielbewilligung nach BGS, Aufsicht Gespa) SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel
Loterie Romande Jouez Sport Bewilligung für ein Grossspiel (Veranstalter- und Spielbewilligung nach BGS, Aufsicht Gespa) Société de la Loterie de la Suisse Romande, Lausanne
Cloudbet ohne Schweizer Bewilligung keine massgebende Bewilligung in der Schweiz
bet-at-home ohne Schweizer Bewilligung keine massgebende Bewilligung in der Schweiz
BetFury ohne Schweizer Bewilligung keine massgebende Bewilligung in der Schweiz
Rabona ohne Schweizer Bewilligung keine massgebende Bewilligung in der Schweiz
Betwinner ohne Schweizer Bewilligung keine massgebende Bewilligung in der Schweiz
Funbet ohne Schweizer Bewilligung keine massgebende Bewilligung in der Schweiz
BillyBets ohne Schweizer Bewilligung keine massgebende Bewilligung in der Schweiz
BC.Game ohne Schweizer Bewilligung keine massgebende Bewilligung in der Schweiz

Die Tabelle sortiert den Markt, nicht die Qualität. Zwei Zeilen tragen eine Schweizer Bewilligung, acht tragen keine, und das ist die einzige Unterscheidung, die rechtlich zählt. Ein ausländischer Anbieter mit einer Bewilligung aus Curaçao, Malta oder Deutschland hat in der Schweiz keine Wirkung. Man kann bei ihm spielen, aber die Schweizer Aufsicht steht nicht daneben.

Wo die regionale Grenze im Alltag sichtbar wird

Die Aufteilung ist nicht abstrakt. Sporttip wird im Gebiet der Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein durchgeführt; zusammen bilden sie das Swisslos-Vertragsgebiet. Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura, nennt als Kontaktadresse eine Adresse in Lausanne und zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz. Wer in Genf wohnt und bei Sporttip ein Konto will, wird es nicht bekommen. Umgekehrt gilt dasselbe.

Für die Registrierung heisst das konkret: mindestens 18 Jahre, Wohnsitz oder gewöhnlicher Aufenthalt im Vertragsgebiet, keine bestehende Spielsperre, und genau eine Registrierung pro Person. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft. Das ist der Punkt, an dem ein ausländischer Anbieter bequemer wirkt – und der Punkt, an dem man sich klarmachen sollte, was man dafür aufgibt. Die Ausweiskontrolle ist nicht Schikane, sie ist der Grund, warum das Sperrregister greift, warum Auszahlungen nur auf ein Konto im eigenen Namen laufen und warum es überhaupt eine Instanz gibt, bei der man sich beschweren kann.

Die Konsequenz für den Kombi-Bonus ist damit vorgezeichnet. Ein bewilligter Anbieter kann seine Aktion nicht frei erfinden; er bewegt sich in dem Rahmen, den die Aufsicht zieht. Ein nicht bewilligter Anbieter kann seine Aktion erfinden, wie er will. Das ist keine Werbung für den einen oder den anderen, es ist eine Beschreibung davon, wer wem gegenüber rechenschaftspflichtig ist.

Rechtslage: warum eine Wette in der Schweiz überhaupt gültig ist

Ein «Kombi-Bonus ohne Schweizer Bewilligung» ist kein Graubereich mit Risikoaufschlag, sondern eine Aktion ohne Schweizer Rechtsrahmen. Ausländische Aktionen unterstehen keiner Schweizer Kontrolle – nicht der Gespa, nicht dem Geldspielgesetz, nicht dem Sperrregister. Das ist der ganze Satz, und er hat Folgen für jeden, der auf einen Boost setzt.

Ein Richterhammer aus Holz liegt auf einer polierten Tischplatte, daneben fällt weiches Licht aus einem Fenster.
Sporttip-Wetten stehen Personen ab 18 Jahren offen; Personen unter 18 Jahren sind von der Teilnahme ausgeschlossen.

Sportwetten in der Schweiz sind ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz und werden von der Gespa beaufsichtigt, deren Konkordat seit dem 1. Januar 2021 in Kraft ist. Eine Bewilligung braucht eine Veranstalterbewilligung und eine Bewilligung pro Spiel, und sie gilt nur in der Schweiz. Daraus folgt, dass ein ausländischer Anbieter keine Schweizer Bewilligung hat, egal welche Lizenz er nennt – und dass seine Lizenz in der Schweiz keine Wirkung entfaltet. Das Organisieren von Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung ist eine Straftat; für gewerbsmässigen Betrieb drohen bis zu fünf Jahre. Der Spielende wird nicht bestraft. Seine Einsätze und Gewinne können aber in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden. Wer glaubt, das Risiko liege beim Anbieter und nicht bei ihm, sollte diesen Satz zweimal lesen.

Was überhaupt gewettet werden darf

Die erlaubte Palette ist eine geschlossene Liste, und die schliesst mehr aus, als man erwartet. Die Gespa führt eine Liste der zugelassenen Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten (Version 10.09.2026). Qualifikationsrunden nur, wenn sie gelistet sind. Frauenwettbewerbe nur, wenn sie gelistet sind. Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste über den Einzug in einen internationalen Wettbewerb oder das Podest entscheidet – Wettläufe im Training nie. Corner- und Kartenmärkte finden sich in der Liste nicht, eine Esport-Sektion ebenso wenig. Nur Sportereignisse sind überhaupt erlaubt: Wetten auf Wetter, Politik oder Fernsehsendungen sind nicht zugelassen. Veranstaltungen, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind gesperrt.

Livewetten sind erlaubt – vor dem Spiel und live –, wo der Veranstalter eine entsprechende Bewilligung hat; eine gesetzliche Beschränkung auf bestimmte Live-Märkte kennt das BGS nicht. Aber: Bei Sporttip-Livewetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00, und in spielentscheidenden Situationen – Elfmeter, Rote Karte, Videoschiedsrichter-Entscheid – kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Ein Live-Kombi, das in eine solche Situation hineinläuft, verliert damit nicht zwingend, aber es verliert seinen Wert. Das ist keine Randnotiz: bei einer Kombination mit vier Legs reicht eine auf 1.00 zurückgestufte Voraussage, um die Gesamtquote und damit auch den Boost auf den Nettogewinn zusammenzustreichen.

Die Absage: der Fall, in dem die Kombi weich wird

Wird ein Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn nachgeholt – oder im Rahmen eines Turniers –, ist die Wette ungültig. Bei einer Einzelwette wird der Einsatz zurückbezahlt. In einer Kombinationswette erhält die betroffene Voraussage die Quote 1.00. Für den Boost ist das der entscheidende Satz: eine Kombi, die mit vier Voraussagen und damit mit fünf Prozent Erhöhung begonnen hat, kann nach einer Absage nur noch drei zählende Voraussagen haben. Zählt sie dann gar nicht mehr, entfällt der Boost – und wer mit der Erhöhung gerechnet hat, rechnet mit einem Nettogewinn, den es so nie gegeben hätte.

Daneben steht die Regel für voneinander abhängige Ereignisse derselben Sportveranstaltung: die werden nur über die Bet-Builder-Funktion kombiniert. Nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Der Fehler wird also beim Anbieter repariert, nicht beim Wettenden entschädigt.

Und dann ist da noch die Frist, über die niemand spricht, bis es zu spät ist. Sporttip-Gewinne, die nicht innerhalb von 26 Wochen nach der öffentlichen Bekanntmachung der Wettauswertung geltend gemacht werden, verfallen zugunsten des Zwecks der Swisslos. Eine Einsprache bei verweigerter Auszahlung ist innert 10 Tagen per eingeschriebenem Brief zu erheben. Ein halbes Jahr klingt lang. Es ist die Zeitspanne, in der ein liegengebliebener Wettschein noch Geld ist.

Verantwortung: der Preis, der mit jeder weiteren Voraussage steigt

Ein Kombi-Bonus zahlt am meisten, wenn man am meisten Voraussagen einreicht. Das ist die Logik, und sie ist der Einladung zum grösseren Einsatz so nah verwandt, dass man sie nicht getrennt betrachten kann. Der Kombiboost belohnt fünfzehn Voraussagen mit dem vollen Satz. Wer diesen Anreiz ernst nimmt, setzt nicht mehr Geld, aber mehr Trefferwahrscheinlichkeit aufs Spiel – und verliert rechnerisch mehr, nicht weniger.

Cluster-Formel in Worten: die Trefferchance einer Kombination ist das Produkt der Einzelchancen. Bei zwei Ereignissen mit je 50 Prozent sind es 25 Prozent, bei vier sind es 6,25 Prozent, bei zehn unter einem Prozent. Das steht im Widerspruch zu nichts, was der Boost tut: die Erhöhung greift auf den Nettogewinn, sie greift nicht auf die Wahrscheinlichkeit, ihn zu erlangen. Ein Bonus, der erst bei fünfzehn richtigen Voraussagen voll wird, ist eine Verstärkung des schwersten Teils der Wette.

Limiten setzt man selbst, nicht der Staat

Die Schweiz kennt keine gesetzliche feste Einzahlungsobergrenze. Der Veranstalter muss aber einen oder mehrere Höchstwerte für tägliche, wöchentliche oder monatliche Einsätze oder Verluste verlangen. Vor der ersten Sporttip-Teilnahme müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen – Oberlimite CHF 9’999, unter 21 Jahren CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Dass eine Erhöhung nicht sofort greift, ist das wirksame Stück dieser Regel; der Abstand reicht, um in Ruhe noch einmal darüber nachzudenken. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich.

Gesetzlich gilt eine Erhöhung nach 24 Stunden; Swisslos und Loterie Romande wenden in ihren eigenen Bedingungen 72 Stunden an. Wer die Regel als Kunde erlebt, erlebt die strengere Zahl – und das ist die, mit der man planen sollte.

Sperren, die weiter reichen als der eine Anbieter

Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Das ist die kleine Sperre. Die grosse ist die unbefristete Spielsperre: sie wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Freiwillig kann eine solche Sperre erst nach drei Monaten wieder aufgehoben werden, und ein Fachgremium ist daran beteiligt. Ein selbst gewählter Unterbruch von bis zu sechs Monaten muss angeboten werden.

Das Sperrregister ist die praktische Antwort auf die Frage, was ein Schweizer Kombi-Anbieter liefert, was ein ausländischer nicht liefert: dort ist man registriert und wird vom Zugang ausgeschlossen. Ein ausländischer Anbieter kennt dieses Register nicht. Gesperrte und Minderjährige haben im Übrigen keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne.

Was den Jugendschutz an der Verkaufsstelle angeht, ist Zurückhaltung angebracht. Testkäufe der Gespa aus dem Jahr 2025 ergaben, dass an Verkaufsstellen in 47,5 Prozent von 200 Fällen eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft wurde. Der Schutz am Schalter funktioniert also knapp in jedem zweiten Versuch. Wer ihn als streng beschreibt, beschreibt ihn falsch. Im Online-Konto hilft die Ausweisprüfung, an der Verkaufsstelle offenbar weniger.

Bonusangebote: der Boost, seine Quoten und seine Schwellen

Der Kombiboost von Sporttip gilt online für Prematch-, Live- und Systemwetten. Wer mindestens vier Tipps mit einer Quote von 1.50 oder höher kombiniert, erhält einen Bonus auf den Nettogewinn, der bei vier Tipps 5 %, bei sieben 20 %, bei zehn 40 % und bei fünfzehn 100 % beträgt. Einsatz und Erhöhung sind begrenzt.

Diese Staffel ist der eigentliche Gegenstand der Seite. Sie sagt nichts darüber, wie wahrscheinlich ein Treffer ist. Sie sagt nur, wie viel mehr auf dem Nettogewinn liegt, wenn er eintritt. Zwischen der vier-Voraussagen-Stufe und der fünfzehn-Voraussagen-Stufe liegt der Sprung von fünf auf hundert Prozent – und gleichzeitig eine Kombination, die an Wahrscheinlichkeit verliert, mit jedem Leg um ein Vielfaches mehr, als der Bonusprozentsatz zulegt. Die Staffel ist progressiv. Die Chance, sie zu erreichen, ist es nicht.

Voraussagen mit Quote ab 1.50 Bonus auf den Nettogewinn
4 5 %
7 20 %
10 40 %
15 100 %

Ein weiterer Punkt, der beim Nachrechnen gern übersehen wird: die Quote auf diesem Screenshot steht über der Quote im Boost-Deckmantel. Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer – im Fussball etwa 90 Minuten – plus Nachspielzeit. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Eine Kombi über ein Pokalspiel kann also nach 90 Minuten entschieden sein, während die Voraussage auf den späteren Sieger noch offen ist.

Was ein Kombi-Boost konkret bringt

Die Frage, die niemand beantwortet, ist die, wie viel der Boost am Ende ausmacht. Rechnen wir es an einem Beispiel durch, ausdrücklich als Beispiel und nicht als ausgegebene Quote. Einsatz CHF 10, vier Voraussagen mit den Quoten 1.60, 1.70, 1.80 und 2.00. Das Produkt dieser vier Quoten ist die Gesamtquote: 1.60 × 1.70 ergibt 2.72, mal 1.80 ergibt 4’896, mal 2.00 ergibt 9’792. Der mögliche Gewinn vor Boost beträgt bei CHF 10 Einsatz CHF 97.92, der Nettogewinn ohne Erhöhung CHF 87.92.

Mit dem Kombiboost kommt auf den Nettogewinn die Stufe 5 Prozent, weil vier Voraussagen mit Quote ab 1.50 vorliegen. Der mögliche Gewinn steigt damit von CHF 97.92 auf rund CHF 102.32 – die 5 Prozent gelten auf den Nettogewinn, nicht auf die Gesamtauszahlung, und das ist der Unterschied, der die Erhöhung kleiner macht, als der Prozentsatz suggeriert. Der Boost fügt in diesem Beispiel also rund CHF 4.40 hinzu – bei einem Einsatz von CHF 10.

Wie sich das mit der Zahl der Voraussagen verschiebt, zeigt dieselbe Rechnung mit zwei weiteren Sätzen. Nimmt man dieselben vier Quoten und verlängert die Kombi um drei weitere Voraussagen, sagen wir mit Quoten von 1.55, 1.60 und 1.65, kommt eine Gesamtquote von rund 42.79 zustande; der Nettogewinn liegt dann bei rund CHF 417.90, und der Boost beträgt 20 Prozent davon, also rund CHF 83.60. Bei zehn und erst recht bei fünfzehn Voraussagen wächst der absolute Zuschlag schnell in einen Bereich, den ein CHF-10-Einsatz kaum verantworten lässt – gesetzt den Fall, dass die Kombi überhaupt durchkommt.

Genau hier sitzt die Information, die keine Werbung transportiert: prozentual sieht die Staffel nach einem Geschenk aus, absolut hängt alles daran, ob die Kombi trifft. Bei vier Voraussagen ist der Zuschlag ein Betrag in der Grössenordnung eines weiteren kleinen Einsatzes – nicht mehr. Bei fünfzehn ist er gross, und die Wahrscheinlichkeit, ihn zu erreichen, ist es nicht. Die Spanne zwischen dem Fünftprozent-Fall und dem Hundertprozent-Fall ist die Spanne zwischen «ein bisschen mehr» und «ein Lotterielos, das man sich selbst gebaut hat».

Dasselbe Muster zeigt sich bei den Sporttip-Quotenboosts – die gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage. Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettendem nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert, und bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Wer vorzeitig aussteigt, um sich einen Teil zu sichern, verliert die Erhöhung – ein Tausch, den man bewusst eingehen sollte und nicht aus Versehen.

Warum ein Neukundenangebot weniger wert ist, als es aussieht

Ein Kombi-Bonus für Neukunden und ein Kombiboost sind zwei verschiedene Dinge, und die Verwechslung ist eine der teuersten Verwechslungen in diesem Markt. Das Gratisspielguthaben, das in der Schweiz für Aktionen verwendet wird, ist typischerweise nicht auszahlbar. Die Gratisspielguthaben aus Promotionen sind nicht auszahlbar, und Spielguthaben aus einer Aktion landet in derselben Kategorie.

Auf der Westschweizer Seite lässt sich das gut studieren. Die Aktion «JouezSport – Patinoires et Stades» der Loterie Romande lief vom 17. Dezember 2025 bis 10. März 2026 an 7 Aktionstagen: wer innert 7 Tagen den in den National-League-Stadien verbreiteten Code im verifizierten Konto eingab, erhielt CHF 10 Spielguthaben, insgesamt 7’000 Stück, 30 Tage gültig, nicht auszahlbar. Das ist der Prototyp eines Schweizer Willkommensangebots: kleiner Betrag, kurze Frist, feste Stückzahl, kein Bargeld am Ende.

Und genau darin liegt die Einschränkung, die ein Kombi-Boost anders nicht kennt. Der Sporttip-Kombiboost ist kein Einmalgeschenk, sondern eine dauerhafte Regel im Regelwerk – mit Schwellen, aber ohne Gültigkeitsfenster von 30 Tagen. Ein Aktionsguthaben hingegen ist weg, wenn die Frist abläuft. Wer vergleicht, sollte also zuerst fragen, ob er eine befristete Zuwendung oder eine dauerhaft anwendbare Erhöhung vor sich hat. Von den hier betrachteten Schweizer Angeboten ist der Kombiboost die einzige Erhöhung, die jede qualifizierte Kombi betrifft, solange die Bedingungen erfüllt sind.

Geld auf dem Spielerkonto hat zudem eine Auszahlungsseite. Bei Swisslos lässt sich Spielguthaben innerhalb von 365 Tagen zweimal gratis auf ein auf den eigenen Namen lautendes Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto auszahlen; ab der dritten Auszahlung kann eine Kommission von 3 Prozent belastet werden, die Überweisung erfolgt innert 5 bis 10 Arbeitstagen. Gratisspielguthaben aus Promotionen ist nicht auszahlbar. Bei der Loterie Romande sind Einzahlungen auf das Spielerkonto auf höchstens CHF 10’000 pro 30 Tage begrenzt und das Wallet-Guthaben ebenfalls auf höchstens CHF 10’000; Gewinne bis CHF 1’000 netto gehen direkt ins Wallet, höhere Gewinne auf das Konto der angegebenen IBAN, Gratisspielguthaben ist nicht auszahlbar. Die Zwei-Gratis-Auszahlungen pro Jahr sind ein Punkt, der einen Gewinn aus einer grossen Kombi teurer macht, als er aussieht – wer dreimal im Jahr grössere Beträge abhebt, zahlt beim dritten Mal.

Bei Swisslos werden Gewinne bis CHF 1’000 pro Spielbestätigungsquittung automatisch dem Wallet gutgeschrieben; Gewinne über CHF 1’000 werden bei bekannter Zahlungsverbindung innert 3 Arbeitstagen auf das Konto überwiesen. Wer eine grosse Kombi gewinnt, landet also nicht zwingend im Wallet. Wer eine kleine gewinnt, schon.

Der steuerliche Rand, den die meisten nie erreichen

Gewinne aus einem in der Schweiz bewilligten Grossspiel – die ESTV nennt Sportwetten ausdrücklich – sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei und erst darüber steuerbar. Der eidgenössische Schwellenwert liegt ab 1.1.2026 bei CHF 1’071’000, 2025 waren es CHF 1’070’400. Der kantonale Schwellenwert weicht davon ab – also «je nach Kanton», nicht ein Wert für das ganze Land. Oberhalb der Schwelle behält der Veranstalter 35 Prozent Verrechnungssteuer ein, die man über die Steuererklärung zurückholt. Die meisten Wettenden gewinnen weit darunter; keine Einkommenssteuer und keine Verrechnungssteuer auf dem Gewinn.

Anders sieht es bei ausländischen Anbietern aus. Gewinne von ausländischen Veranstaltern unterliegen nicht der Verrechnungssteuer, aber die kantonale Steuerpraxis etwa im Thurgau behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen als voll steuerbares Einkommen, unabhängig von der Höhe. Ein ausländischer Anbieter mit bequemer Anmeldung und hohen Quoten kann also in der Steuererklärung teurer werden als erwartet. Eine Steuer auf den Einsatz kennt die Schweiz nicht. Für die eigene Situation bleibt nur der Gang zur Steuerberatung oder zur kantonalen Steuerverwaltung.

Strategie: Kombinieren ist eine Entscheidung über Wahrscheinlichkeit

Kombitipps gelten als Strategie. Rechnerisch bleiben sie riskant, und zwar nicht wegen der Quoten, sondern wegen ihrer Multiplikation. Ein Tipp ist nie garantiert, und in einer Kombination wird aus diesem Satz eine harte Arithmetik: die Wahrscheinlichkeiten multiplizieren sich. Niemand kann ein Ergebnis kennen. Wer eine Kombi eingeht, entscheidet sich bewusst dafür, mehrere Unsicherheiten zu bündeln – was die Auszahlung erhöht und die Chance darauf verkleinert. Beides zugleich.

«Sichere Kombiwetten» gibt es deshalb nicht, und der Ausdruck ist ein gutes Beispiel dafür, wie Sprache eine Rechnung verdeckt. Neben dem Produkt der Quoten steht das Produkt der Irrtumswahrscheinlichkeiten, und das wächst schneller. Eine Kombi mit drei Legs, bei denen man sich in je acht von zehn Fällen sicher ist, trifft in 51,2 Prozent der Fälle. Vier solche Legs treffen in 41 Prozent. Fünf in 32,8 Prozent. Die Quoten steigen dabei auf das Vier-, Acht-, Sechzehnfache – aber der erwartete Wert steigt nicht, weil der Buchmacher die Marge in jede Einzelquote eingerechnet hat, und die Marge multipliziert sich mit der Zahl der Legs.

Das ist der nüchterne Grund, warum Kombinationen für den Anbieter attraktiv sind. Nicht weil sie schwer zu gewinnen sind, sondern weil jede zusätzliche Voraussage eine weitere Buchmacherspanne mitbringt. Ein Einzelwetten-Spieler zahlt die Marge einmal. Ein Kombi-Spieler zahlt sie vier-, sieben- oder fünfzehnmal. Der Kombiboost ist in dieser Lesart ein Rabatt auf eine Rechnung, die man mit jeder hinzugefügten Voraussage selbst erhöht hat.

Wer heute tippt, tut gut daran, den Zusatzverdienst und den Zusatzirrtum gemeinsam zu betrachten. Der Boost auf den Nettogewinn verändert die Auszahlung, falls alles stimmt. Er verändert nichts an der Tatsache, dass alles stimmen muss. Und er verändert nichts an der Grundregel, die im Abschnitt «Strategie» erläutert wird: jede Voraussage bringt eine in die Quote eingebaute Marge mit.

Wann ein Kombi-Boost tatsächlich Sinn ergibt

Es gibt eine Situation, in der die Staffel aufgeht. Wer ohnehin regelmässig Kombis mit vier bis sieben Voraussagen spielt, weil ihm das Spass macht und er es sich leisten kann, bekommt mit dem Kombiboost einen Zuschlag, den er sonst nicht hätte. Er ändert sein Verhalten nicht, um ihn zu bekommen; er nimmt ihn mit. Das ist der einzige Fall, in dem eine prozentuale Erhöhung sauber ist.

Die zweite Situation ist die Falle. Wer die Zahl der Voraussagen erhöht, weil die nächste Booststufe wartet, hat den Bonus zum Grund der Wette gemacht. Aus CHF 10 Einsatz werden dann schnell CHF 10 auf eine Kombi, die aus zwölf statt vier Legs besteht – und der Zuschlag, der dafür winkt, tritt seltener ein als der Verlust, der dafür eingegangen wird. Die Staffel belohnt also nicht den klugen Tippenden, sondern den, der eine Kombiart ohnehin spielt.

Ein Blick auf den Mindesteinsatz schärft das Bild. Bei Sporttip beträgt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1’000 und für eine Systemwette CHF 10’000; Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Eine CHF-1-Kombi mit vier Legs erfüllt die Boostbedingungen also genauso wie eine mit CHF 1’000. Die Erhöhung hängt an der Zahl der Voraussagen, nicht am Einsatz.

Wettarten: was eine Kombi technisch ist

Eine Kombination ist eine Wette auf mehrere Voraussagen, deren Ergebnis durch das Produkt der Quoten bestimmt wird. Der Gewinnbetrag einer Sporttip-Wette ergibt sich aus Einsatz mal Quote – bei Kombinationen mal der Gesamtquote, dem Produkt der Einzelquoten – und wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Der Rundungsweg ist keine Kleinigkeit: bei grossen Kombis entscheidet die 5-Rappen-Rundung über Cent-Beträge, nicht über Wesentliches, aber die Aufrundung auf zwei Stellen vor der Abrundung ist der Mechanismus, der bestimmt, welcher Betrag überhaupt auf dem Wettschein steht.

Einzelwette, Kombination und Systemwette unterscheiden sich in Risiko und Auszahlung erheblich. Die Einzelwette hängt an einer Voraussage und zahlt die Quote dieser einen Voraussage. Die Kombination hängt an allen und zahlt deren Produkt. Die Systemwette zerlegt eine Auswahl in mehrere Kombinationen und lässt einen Teil der Tipps durchgehen, ohne dass die ganze Wette fällt – sie kostet dafür das Mehrfache an Einsatz. Wer den Kombiboost nutzt, tut das in der Praxis über die Kombination und die Systemwette, weil der Boost ausdrücklich auch für Systemwetten gilt.

Das ist die Stelle, an der sich ein Kombi-Boost von einem Einzelwetten-Boost unterscheidet. Der Quotenboost bei Sporttip gilt ausdrücklich nur für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage – ein anderer Mechanismus, andere Bedingungen, andere Zielgruppe. Wer von «dem Bonus» spricht, spricht meist von einem von beiden und meint den, den er zuletzt gesehen hat.

Die Gesamtquote rechnen, bevor man sie eintippt

Die Gesamtquote ist das Produkt der Einzelquoten, und dieses Produkt wächst schneller, als das Auge mitkommt. Zwei Quoten von 2.00 ergeben 4.00. Drei ergeben 8.00. Vier ergeben 16.00. Der Sprung von einer Viererkombi auf eine Fünfkombi ist deshalb selten ein kleiner Schritt – er ist regelmässig eine Verdopplung der Quote und eine Halbierung der Chance, sie zu erlangen.

Ein Kombi-Rechner ersetzt diese Rechnung, aber nicht das Verständnis dafür. Wer weiss, dass vier Quoten um 1.50 eine Gesamtquote um 5.06 ergeben, kann einschätzen, was ein zusätzliches Leg mit Quote 1.50 bedeutet: plus rund die Hälfte auf die Auszahlung, minus ein Drittel auf die Chance. Der Kombiboost setzt genau auf dieser Mechanik auf und erhöht den Nettogewinn darauf – Prozentzahlen, die sich auf ein Produkt aufsetzen, dessen Wachstum sie nicht bremsen.

Cash-Out und Kombi, oder: was ein vorzeitiger Ausstieg kostet

Bei Sporttip gibt es Cash-Out für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung; ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Der Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden. Swisslos muss Cash-Out nicht für alle Wetten anbieten.

Für eine Kombi mit Boost sind das zwei Kosten in einem. Erstens ist der Cash-Out-Betrag tiefer als der rechnerische Gewinn – das ist der Preis für die Sicherheit. Zweitens verfällt der Boost bei einem Cash-Out, wie die Bedingungen es für die Sporttip-Boosts festhalten. Wer aussteigt, gibt also beides auf: die Differenz zum rechnerischen Gewinn und die Erhöhung, um derentwillen er die Kombi überhaupt so aufgebaut hat. Bei einer Viererkombi mit fünf Prozent Zuschlag ist das verschmerzbar; bei einer Zehnerkombi mit vierzig Prozent Zuschlag ist es der halbe Grund der Wette.

Kasino-Spielende, die einen Kombi-Bonus mit einer Freispiel-Aktion verwechseln, sollten an dieser Stelle besonders aufpassen: die Boostlogik der Sportwetten hat mit den Bedingungen von Kasinoboni nichts zu tun.

Die zehn Anbieter im Vergleich

Bewertet werden zehn Plattformen, geordnet nach demselben Massstab. Zuerst die beiden Schweizer Veranstalter, danach acht ausländische Anbieter ohne Schweizer Bewilligung, die Schweizer Spielende antreffen. Die Reihenfolge ist keine Rangliste der Qualität, sondern die logische: wer in der Schweiz eine Wette abschliessen darf, steht vor denen, die es nicht dürfen.

Ein Hinweis zur Lesart der folgenden Abschnitte. Nur wo eine Eigenschaft ausdrücklich belegt ist, steht sie hier. Wo eine Angabe zu einem einzelnen Anbieter fehlt, fehlt sie, und sie wird auch nicht behauptet – die Prüfung solcher Punkte gehört jeweils in das Wettprogramm und die Bedingungen des Anbieters.

Kein Anbieter hat einen Bonuscode nötig, um verstanden zu werden, und keiner wird hier mit einem solchen beworben.

Swisslos Sporttip – der Kombiboost als Regelwerk, nicht als Kampagne

Sporttip ist eine der beiden Veranstalterinnen, die in der Schweiz Sportwetten anbieten dürfen, betrieben von der SWISSLOS Interkantonalen Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel. Die Bewilligung umfasst Veranstalter- und Spielbewilligung für ein Grossspiel nach BGS und steht unter der Aufsicht der Gespa. Ein Online-Konto bekommt nur, wer im Vertragsgebiet wohnt: in den Kantonen AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH, im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein.

Der Kombiboost ist die zentrale Eigenschaft für diese Seite. Er gilt online für Prematch, Live und Systemwetten und verlangt mindestens vier Voraussagen mit Quote von je mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn staffelt sich mit 5, 20, 40 und 100 Prozent bei vier, sieben, zehn und fünfzehn Voraussagen; Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert. Daneben stehen Quotenboosts – nur online, nur Prematch-Einzelwetten – und Profitboosts, die den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen Prozentsatz erhöhen. Beide sind pro Wettendem einmal nutzbar, in Einsatz und Erhöhung limitiert, und bei einem Cash-Out verfällt der Boost.

Zum Rahmen gehören die Limiten: Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage müssen vor der ersten Teilnahme gesetzt werden, Oberlimite CHF 9’999 beziehungsweise CHF 1’000 unter 21 Jahren; eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung nach 72 Stunden. Eine freiwillige Einzahlungslimite für 30 Tage ist zusätzlich möglich. Beim Geld gibt es PostFinance Pay als Zahlungsart zum Aufladen des Spielkontos, bestätigt direkt in der PostFinance App.

Fazit: Der Kombiboost ist die einzige Erhöhung im Schweizer Markt, die an eine dauerhaft geltende Regel gebunden ist und nicht an ein Aktionsfenster – dafür verlangt er vier Voraussagen mit Quote ab 1.50, und die volle Stufe liegt bei fünfzehn, wo der Zuschlag am wenigsten wert ist. Wer die Staffel als Einladung zum Aufstocken liest, zahlt die Differenz mit seiner Trefferquote.

Loterie Romande Jouez Sport – der Kombi-Bonus als Stadionaktion

Jouez Sport ist das Sportwettenprodukt der Loterie Romande, der zweiten Veranstalterin mit Schweizer Bewilligung für ein Grossspiel nach BGS unter Gespa-Aufsicht. Sie bedient die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura, nennt als Kontaktadresse eine Adresse in Lausanne und zählt 2’350 Verkaufsstellen sowie 221 Mitarbeitende. Ein Online-Konto ist auf Personen mit Wohnsitz in diesen Kantonen beschränkt.

Der Kombi-Bonus begegnet einem hier in anderer Form. Die Aktion «JouezSport – Patinoires et Stades» lief vom 17. Dezember 2025 bis 10. März 2026 an 7 Aktionstagen: wer innert 7 Tagen den in den National-League-Stadien verbreiteten Code im verifizierten Konto eingab, erhielt CHF 10 Spielguthaben, insgesamt 7’000 Stück, 30 Tage gültig, nicht auszahlbar. Das ist ein Aktionsguthaben, kein Boost auf den Nettogewinn – eine Zuwendung mit Frist und Stückzahl, nicht eine Erhöhung, die jeder qualifizierten Kombi folgt.

Beim Geld ist die Loterie Romande deutlicher begrenzt: Einzahlungen auf das Spielerkonto höchstens CHF 10’000 pro 30 Tage, Wallet-Guthaben höchstens CHF 10’000, Gewinne bis CHF 1’000 netto direkt ins Wallet, höhere Gewinne auf die angegebene IBAN, Gratisspielguthaben nicht auszahlbar.

Fazit: Wer eine laufende Erhöhung auf jede Kombi sucht, bekommt sie hier nicht – was hier ausgeschüttet wird, ist Aktionsguthaben mit Ablaufdatum und Auszahlungssperre, und die 7’000 Stück waren schnell verteilt. Die kantonalen Einzahlungs- und Wallet-Obergrenzen machen das Konto zudem für Spielende mit grösseren Beträgen eng.

Cloudbet – ohne Schweizer Bewilligung

Cloudbet gehört zu den acht ausländischen Anbietern, die in der Schweiz keine Bewilligung haben. Nur Swisslos und die Loterie Romande dürfen hier Sportwetten anbieten; eine ausländische Bewilligung hat in der Schweiz keine Wirkung. Cloudbet ist nicht an das Schweizer Sperrregister angeschlossen, es gibt keinen Schweizer Rechtsweg, und die Domain kann auf die Sperrliste der Gespa gesetzt und von Schweizer Telekom-Anbietern per DNS blockiert werden.

Für die Frage nach dem besten Kombi-Bonus heisst das: was Cloudbet an Kombi-Aktionen bietet, untersteht keiner Schweizer Kontrolle. Beträge, Bedingungen und Auszahlungspraxis sind Sache des Anbieters. Eine Schweizer Aufsicht, die Bedingungen prüft und durchsetzt, existiert für diesen Anbieter nicht.

Fazit: Die fehlende Schweizer Bewilligung ist nicht ein Merkmal unter vielen, sondern die Eigenschaft, die alles andere entwertet – was eine Aktion nützt, entscheidet sich an dem Tag, an dem man sie einlösen will, und an diesem Tag gibt es keine Schweizer Stelle, an die man sich wenden könnte.

bet-at-home – ohne Schweizer Bewilligung

Auch bet-at-home hat keine Schweizer Bewilligung. Für Sportwetten in der Schweiz sind ausschliesslich die beiden konzessionierten Veranstalter zugelassen; eine anderweitig erworbene Bewilligung entfaltet hier keine Wirkung. Der Anbieter ist nicht an das Sperrregister angebunden, ein Schweizer Rechtsweg steht nicht offen, und die Gespa kann die Domain auf ihre Sperrliste setzen.

Die Gespa nennt bet-at-home im Zusammenhang mit dem Domain-Hopping: blockierte Domains werden innerhalb von Stunden durch neue ersetzt. Wer sich über die Erreichbarkeit eines Angebots informiert, sollte wissen, dass die Erreichbarkeit selbst nichts über die Zulässigkeit sagt.

Fazit: Ein Kombi-Bonus bei einem Anbieter, dessen Domains von Schweizer Anbietern blockiert werden können, ist eine Zusage ohne Adresse – sie kann morgen unter einem anderen Namen stehen, und niemand in der Schweiz muss dafür geradestehen.

BetFury – ohne Schweizer Bewilligung

BetFury zählt zur Gruppe der ausländischen Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Es fehlt damit die Grundlage, auf der in der Schweiz Sportwetten überhaupt veranstaltet werden dürfen, und mit ihr alles, was daran hängt: Anbindung an das Sperrregister, Schweizer Rechtsweg, eine Aufsicht, die Bedingungen prüft.

Was der Anbieter an Kombi-Aktionen zeigt, ist entsprechend seine eigene Sache und keiner Schweizer Prüfung unterworfen. Wer dort spielt, spielt ausserhalb des Rahmens, den diese Seite für die Schweiz beschreibt.

Fazit: Der Anbieter ist im Vergleich aufgeführt, weil Schweizer Spielende ihm begegnen, nicht weil er eine Option unter gleichen Voraussetzungen wäre – für einen Kombi-Bonus bedeutet das, dass seine Bedingungen ausserhalb der Schweizer Aufsicht entstehen und dort auch bleiben.

Rabona – ohne Schweizer Bewilligung

Rabona führt keine Schweizer Bewilligung. Damit gilt für den Anbieter, was für alle nicht bewilligten Anbieter gilt: keine Schweizer Aufsicht, keine Verbindung zum Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, und die Möglichkeit, dass die Domain auf die Sperrliste gesetzt wird. Ein Schweizer Veranstaltermonopol bedeutet, dass es keine zweite Reihe bewilligter Anbieter gibt, auf die man ausweichen könnte.

Fazit: Bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung entscheidet nicht die Höhe eines Kombi-Bonus über seinen Wert, sondern die Frage, wer bei einem Streit entscheidet – und das ist hier keine Schweizer Instanz.

Betwinner – ohne Schweizer Bewilligung

Betwinner hat keine Schweizer Bewilligung für Sportwetten. Das Organisieren von Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung ist strafbar; der Spielende wird nicht bestraft, aber Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden. Der Anbieter ist nicht an das Sperrregister angeschlossen, und die Gespa kann seine Domains blockieren lassen.

Fazit: Für einen Kombi-Bonus heisst das, dass die Erhöhung auf einem Konto liegt, das im Zweifel keinem Schweizer Rahmen untersteht, und dass ein allfälliger Gewinn nicht nur von der Kombi abhängt.

Funbet – ohne Schweizer Bewilligung

Funbet zählt zu den acht ausländischen Anbietern ohne Schweizer Bewilligung. Eine Schweizer Aufsicht, ein Anschluss an das Sperrregister und ein Schweizer Rechtsweg bestehen nicht; die Domain kann auf die Sperrliste der Gespa gesetzt werden.

Was Kombi-Boni betrifft, gibt es damit keine Schweizer Instanz, die Bedingungen prüft oder Auszahlungen erzwingt. Wer die Aktion eines solchen Anbieters mit dem Kombiboost eines bewilligten Veranstalters vergleicht, vergleicht zwei Dinge mit unterschiedlicher Rechtsgrundlage.

Fazit: Die Aktion kann in ihren Zahlen attraktiv aussehen; entscheidend ist, dass hinter ihr keine Instanz steht, die man in der Schweiz anrufen könnte, wenn die Auszahlung ausbleibt.

BillyBets – ohne Schweizer Bewilligung

BillyBets hat keine Schweizer Bewilligung. Nur Swisslos und die Loterie Romande dürfen in der Schweiz Sportwetten veranstalten; eine anderweitige Bewilligung ohne Schweizer Wirkung, kein Anschluss an das Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, mögliche Aufnahme der Domain in die Sperrliste.

Fazit: Wer einen Kombi-Bonus bei einem nicht bewilligten Anbieter nutzt, tauscht Schweizer Schutz gegen fremde Bedingungen – und dieser Tausch lässt sich nicht nachträglich rückgängig machen, wenn die Kombi gewonnen hat.

BC.Game – ohne Schweizer Bewilligung

BC.Game gehört zur Gruppe der Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Damit fehlen Anbindung an das Sperrregister, Schweizer Rechtsweg und Schweizer Aufsicht; die Domain kann blockiert werden.

Fazit: Der Kombi-Bonus eines solchen Anbieters ist eine Zusage ohne Schweizer Adressaten, und das ist bei einem Produkt, dessen Auszahlung von einer einzigen Entscheidung abhängt, der schwächste Punkt im ganzen Vergleich.

Häufige Fragen zu Kombiwetten und Kombi-Boni

Was ist eine Kombiwette, und wie funktioniert sie?

Eine Kombiwette verbindet mehrere Voraussagen in einem Wettschein. Auszahlbar wird sie nur, wenn alle Voraussagen eintreffen. Die Gesamtquote ist das Produkt der Einzelquoten. Bei Sporttip ergibt sich der Gewinn aus Einsatz mal Gesamtquote, gerundet auf zwei Nachkommastellen und dann auf 5 Rappen genau.

Muss bei einer Kombiwette alles richtig sein, damit ausgezahlt wird?

Ja. Jede einzelne Voraussage muss eintreffen, sonst ist die Kombination verloren. Ein Kombi-Boost ändert daran nichts: er erhöht den Nettogewinn nur, wenn die Kombi ohnehin gewinnt. Wird ein Ereignis abgesagt, erhält die Voraussage in der Kombination Quote 1.00, und der Boost kann dadurch seine Bedingung verlieren.

Wie funktioniert der Kombiboost bei Sporttip, und welche Mindestquote gilt?

Der Sportiboost ist ein Bonus auf den Nettogewinn von Online-Kombiwetten (Prematch, Live, System). Er greift ab vier Voraussagen (Quote je ab 1.50). Die Erhöhung beträgt 5 % (4 Tipps), 20 % (7 Tipps), 40 % (10 Tipps) und 100 % (15 Tipps), jeweils limitiert in Einsatz und Erhöhung.

Wie berechnet sich die Gesamtquote einer Kombination aus den Einzelquoten?

Die Gesamtquote ist das Produkt aller Einzelquoten. Vier Quoten von 1.60, 1.70, 1.80 und 2.00 ergeben 9’792. Bei einem Einsatz von CHF 10 liegt der mögliche Gewinn daher bei CHF 97.92, der Nettogewinn bei CHF 87.92. Ein Kombi-Boost rechnet auf diesem Nettogewinn, nicht auf der Auszahlungssumme.

Was geschieht mit einer Kombiwette, wenn ein Ereignis abgesagt wird?

Wird ein Ereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn oder im Rahmen eines Turniers nachgeholt, ist die Wette ungültig. In einer Kombinationswette erhält die betroffene Voraussage Quote 1.00. Einzelwetten werden zurückbezahlt. Erfüllt die Kombination die Boostbedingung danach nicht mehr, entfällt die Erhöhung.

Weshalb gibt es keine Kombiwette mit Gewinngarantie?

Weil niemand ein Sportergebnis kennt. Die Wahrscheinlichkeiten der Voraussagen multiplizieren sich, deshalb sinkt die Trefferchance mit jedem weiteren Leg. Zugleich trägt jede Einzelquote die Marge des Veranstalters, und in einer Kombination multipliziert sich diese Marge mit. Ein Kombi-Boost erhöht nur den Gewinn im Erfolgsfall, nicht die Aussicht darauf.

Inhalt erstellt vom Team «europapokalch.com»